Als ich 1983 vor der Kirche St. Florian gepflanzt wurde, war ich vermutlich ca 10 Jahre alt.

2009 ging es mir noch hervorragend, ich hatte mich zu einem kräftigen Baum entwickelt, in dessen Schatten Mensch und Tier rasten und plaudern konnten.
Ich bekam eine Bank um meinen Stamm herum und eine „goldene“ Tafel und viele Menschen rasteten oder feierten oder beteten oder …… um mich herum.


Um auch anderen Lebewesen Freude zu machen bekam ich 2023 ein Nützlingshotel, um Wildbienen eine Brutmöglichkeit zu bieten.
Doch 2024 begann ich zu kränkeln, mein Laub wurde schütter und die Blätter kleiner. Menschen, die in der Umgebung wohnen und die mich oft sahen, bemerkten mein Unwohlsein und erkundigten sich im Pfarrbüro besorgt nach meinem Befinden.


Ich wurde verstärkt gegossen, bekam Dünger und Bodenaktivator als Kraftnahrung und Gründüngungspflanzen in meine Baumscheibe. Der Erfolg war, dass ich neuen Austrieb im unteren Stammbereich, aber kaum Blätter an den oberen Ästen bekam.
2025 war mein Zustand bereits so schlecht, dass aus meiner Krone Totholz in größerer Menge entfernt werden musste.


Im Juni 2025 bekam ich auch noch Besuch von einem Lindenprachtkäfer, der vorzugsweise kranke und schwache Bäume befällt. Das sagt einiges über mein Befinden aus.
2026 kam dann unter Beiziehung von Baumsachverständigen die Entscheidung, dass ich keine Überlebenschance habe und mein zunehmendes Totholz eine Gefahr für Mensch und Tier wird. Daher wird bei der Gemeinde um die Fällbewilligung eingereicht.
Damit der Kirchenplatz nicht lange ohne Grün auskommen muss, soll möglichst rasch ein Nachfolger gefunden und gepflanzt werden. Wenn Sie dazu etwas beitragen wollen: „Pfarre zur Frohen Botschaft“, IBAN AT23 2011 1000 0318 8140, Zweck: „Linde St.Florian“

Fotos: Archiv St. Florian, Stefan W.















































































